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Umfeld nach wie vor attraktiv

29

09

2010

OWC: Wie viele Industrieparks betreiben

Sie derzeit?

Vos: Aktuell sind es 36 Industrieparks. Nicht alle Parks sind  bereits bebaut, sie befinden sich in verschiedenen Phasen

der Entwicklung. Ein großer Teil der Businessparks liegt in der Tschechischen Republik, insgesamt sind es 28. Wir haben noch vier weitere in Rumänien sowie vier in der Slowakischen Republik.

Das CTPark-Netzwerk stellt damit das größte Netzwerk an Logistik- und Businessparks in Zentraleuropa. Die regionalen Schwerpunkte in Tschechien sind in Plzeň, Brno und Ostrava, die wir als potenzielle Wachstumsregionen ausgemacht haben. Wir bieten derzeit insgesamt 170 Gebäude mit mehr als 1,7 Millionen Quadratmeter Mietfläche an. Auf absehbare Zeit wollen wir rund 50 Industrieparks in der gesamten Region betreiben.

OWC: Wie viele Unternehmen haben sich hier angesiedelt? Wie hoch ist der Anteil deutscher Unternehmen?

Vos: Derzeit sind es insgesamt 360 Unternehmen, die ihre  Geschäftsaktivitäten von einem unserer Industrieparks aus steuern.

Die Spannbreite der Aktivitäten ist groß, sie reicht von produktion und Montage bis zum Bereich Forschung und Entwicklung.

Der Großteil der Unternehmen kommt aus dem Bereich Transport und Logistik. Ich schätze, dass rund ein Fünftel der Unternehmen

deutscher Herkunft sind.

OWC: Die tschechische Wirtschaftsleistung ist 2009 um 4,1 Prozent geschrumpft. Wie hat sich Ihr Unternehmen in diesem schwierigen Umfeld entwickelt?

Vos: Unsere Mieteinnahmen aus den Industrieparks sind im vergangenen Jahr von 67 auf 88 Millionen Euro gestiegen. Und auch in diesem Jahr rechnen wir mit weiter steigenden Einnahmen. Laut OECD wird die tschechische Wirtschaft 2010 um rund zwei Prozent, im kommenden Jahr um drei Prozent zulegen. Wir beobachten, dass viele unserer Kunden aktuell dabei sind, ihr Geschäft zu  konsolidieren und teilweise sogar Aktivitäten nach Tschechien

verlagern. Wir denken, dass potenzielle Investoren hier nach wie vor ein attraktives Umfeld vorfinden.

OWC: Welche Industrieparks in Tschechien entwickeln sich derzeit besonders dynamisch?

Vos: Für unseren Industriepark CTPark Bor haben wir gerade den Preis “Bester Logistikpark in der Tschechischen Republik” erhalten. Dieser Park, der sich an der Grenze zu Deutschland befindet, weist aktuell auch das höchste Wachstum hinsichtlich

der Unternehmensansiedlungen auf. Ich persönlich halte den  Industriepark in Ostrava für ein sehr gelungenes Projekt.

Dieser liegt strategisch günstig im Osten des Landes. Sowohl die tschechische als auch die polnische Seite investieren viel Geld in die Straßeninfrastruktur. Die Automobil-, aber auch die  Dienstleistungsindustrie, vor allem aus dem Bereich Logistik,

ist hier sehr stark vertreten. Ostrava ist eine Region, die sich sehr dynamisch entwickelt. Die lokale Regierung tut viel, um Investoren in die Region zu locken.

OWC: Gibt es Pläne für eine Erweiterung des Netzwerks an Industrieparks?

Vos: Momentan konzentrieren wir uns auf die Weiterentwicklung der bereits existierenden Standorte und darauf, die freien Stellen zu füllen. In den bestehenden Industrieparks verfügen wir über unbebaute Grundstücke in der Größenordnung von 800.000  Quadratmeter. Gemäß unserem Businessplan sollen diese bis 2015 bebaut sein und von unseren Kunden genutzt werden können.

OWC: Unter dem Namen “CTP Solar Project” haben Sie ein  interessantes Projekt gestartet.

Vos: CTP ist Gründungsmitglied des ”Czech Green Building Council” und unterstützt aktiv den Bereich umweltverträgliches Bauen in Tschechien. Mit einer Dachfläche von mehr als 1,7 Millionen Quadratmetern bieten sich die Gebäude unserer Industrieparks für Solaranlagen an. Wir haben hier eine gute Chance gesehen, in die Erzeugung von Solarstrom einzusteigen. Der Bereich erneuerbare  energien ist für uns ein lohnendes Investitionsziel, zugleich können wir unseren Klienten ein attraktives Angebot hinsichtlich der Energieversorgung unterbreiten. 2008 starteten wir ein Pilotprojekt für Solaranlagen im Industriepark Humpolec. Das Ergebnis übertraf unsere Erwartungen. In den kommenden fünf  Jahren werden wir weitere Gebäude fertigstellen und die verfügbare

Dachfläche wird auf mehr als 2,2 Millionen Quadratmeter ansteigen.

Wir werden aber nicht alle, sondern nur ausgewählte Gebäude mit Solaranlagen ausstatten. Solarenergie ist nicht unser Kerngeschäft. Wir betrachten den Bereich lediglich als Mehrwert für unsere Immobilien und unsere Kunden. Wir werden hier Schritt für Schritt weiter investieren, immer unter der Berücksichtigung der verfügbaren Technologien und einer sorgfältigen Nutzen-Kosten-Analyse. Unser Businessplan sieht bis 2015 Investitionen in den Bereich erneuerbare Energien in Höhe von rund 70 Millionen Euro vor.